Der DGD in Ruanda 1956 - 2012


1956 verließen zwei DGD-Diakonissen aus Amerongen (Niederlande) und Ländli (Schweiz) ihre Heimat. Sie fuhren mit ihrem VW-Käfer über 2000 km durch die Urwälder des Kongo. Im abgelegenen Rubengera (Ruanda) angekommen, gründeten sie eine Schwesternschaft. Diese wurde 1984 als ruandische Schwesternschaft etabliert. 2009 ging sie in ruandische Hände über. Die Schwesternschaft hat neben ihrem missionarischen Dienst viele erfolgreiche Projekte.

Seit einigen Jahren unterstützt der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband e. V. (DGD) durch seine Förder-Stiftung die Weiterbildung von medizinischem Personal und den Aufbau einer Lehrwerkstatt mit Schwerpunkt Holztechnik in Ruanda. Als Teil des internationalen DGD-Netzwerkes gibt es eine enge Partnerschaft des Verbandes mit der ruandischen Diakonissen-Schwesternschaft „Abaja ba Kristo“ (Dienerinnen Christi) in Rubengera (Ruanda).

Mit einem langfristig angelegten Weiterbildungsprogramm für medizinisches Personal wird ein wichtiger Beitrag für eine bessere Gesundheitsversorgung insbesondere der ländlichen Bevölkerung geleistet. Seit 2007 wurde der DGD immer wieder gebeten, sich für den Aufbau des Gesundheitswesens zu engagieren. Dazu fanden drei Studienreisen statt, um festzustellen, wie das DGD-Netzwerk konkret helfen kann.
Das medizinische Projekt der DGD-Förder-Stiftung hat zum Ziel, medizinische Fachkräfte in Ruanda so weiterzubilden, dass sie befähigt werden, im ruandischen Kontext messbar bessere medizinische Versorgung der Bevölkerung zu leisten. Hierzu sollen die Partner vor Ort, wie z. B. das „Kibogora Hospital“ und „The National University of Rwanda“, durch Einsätze und Know-how-Transfer gestärkt werden. Im Rahmen dieses Projektes gab es im Jahr 2011 vier Einsätze von Fachärzten und anderem medizinischen Personal. Im Jahr 2012 wurden zwei Einsätze durchgeführt. Auch ein 6-monatiger Einsatz der deutschen Krankenschwester Edelgard Meyke konnte 2012 finanziert werden. Weitere Einsätze sind geplant.

Neben dem medizinischen Engagement unterstützt die DGD-Förder-Stiftung den Aufbau einer Lehrwerkstatt mit Schwerpunkt Holztechnik. In Zusammenarbeit mit "Christliche Fachkräfte International", der Holzfachschule Bad Wildungen und weiteren Partnern, wurden im August 2011 zwei Marburger Mitarbeiter des DGD (Katja und Tim Bluthardt) nach Ruanda entsandt. Sie begleiten den Aufbau der Lehrwerkstatt fachlich und organisatorisch.

Die erste Phase, der Bau und die Ausstattung einer Werkstatt für Holztechnik, ist mit der Fertigstellung eines neuen Gebäudes und der Ankunft eines Containers mit Maschinen aus Deutschland abgeschlossen. Die zweite Phase beinhaltet den Bau von Schulungsräumen mit einer Kapazität von 30 Ausbildungsplätzen. Zusammen mit der ruandischen Schwesternschaft und deren Bildungs-Know-how sowie den ruandischen Behörden werden inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung, die Vermittlung von Fachkenntnissen in der englischen Sprache sowie Theorie und Praxis der Holzbearbeitung entwickelt.

Die ersten Studenten haben im Januar 2013 begonnen. Die Aus- und Fortbildung von kompetentem Lehrpersonal ist ein wichtiger Schwerpunkt. Die DGD-Förder-Stiftung möchte mit ihrem Engagement vor allem die bereits bestehenden Bildungsinitiativen stärken und die Ausbildungschancen für Jugendliche in der Region nachhaltig verbessern.

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E-Mail: foerderstiftung@dgd.org